NEWS: Hochbegabung hängt nicht vom IQ ab

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Wegen einem Überangebot an Hochbegabten in der Primarschule in Wetzikon entwickelten nun drei engagierte Frauen – Yvonne Bosshard (Primarschulpflegerin), Karin Reinhardt (Lehrerin einer Begabtengruppe) und Eveline Schneibel (Fachstelle Begabungs- und Begabtenförderung) – das Projekt für Begabungs- und Begabtenförderung der Primarpflege. Die tatkräftigen Damen tun dies nicht um zu selektieren und Eliten zu bilden, sondern weil sie erkannt haben, dass die hoch- und speziell begabten Kinder nicht genügend erreicht und gefördert werden können.

Aus diesem Grunde und um Frau Schneibel von ihrer überladenen Arbeit zu entlasten, berieten sich Bosshard und Schneibel im Sommer 2007 über diesen Notstand des Schulalltags. So wurde die Fachstelle Begabungs- und Begabtenförderung geschaffen und das «Schulentwicklungsprojekt Begabungs- und Begabtenförderung Wetzikon» ins Leben gerufen, welches den Lissa-Preis erhielt.

Grundzüge des neuen Konzepts: Früher führte die Aufnahme über einen Psychologen, der den IQ des Kindes ermittelte und dann über die Eignung entschied. Jetzt werden die Kinder über die Fachstelle aufgenommen. Eveline Schneibel nimmt pädagogische non-psychologische Beurteilungen vor, ganz ohne IQ-Ermittlung. Sinn und Zweck dieses Vorgehens ist, dass nicht nur hochbegabte Kinder gefördert werden. Auch Spezialisten, also Kinder, die in einem Bereich außergewöhnlich begabt sind, kommen endlich in den Genuss von Fördermaßnahmen.

In Zukunft soll es sogar eine integrative Begabtenförderung, durch die Lehrpersonen durch Schneibel eine Beratung über einzelne Schüler erhalten, geben. So werden optimale Lösungen geschaffen. Außerdem werden die Lehrkräfte für schwierige Fälle weitergebildet. Ferner müsse es laut Reinhardt eine breite Akzeptanz geben, dass es hochbegabten Kindern nicht nur gut gehe. Denn den typischen Hochbegabten gebe es nicht.

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