Förderung Hochbegabte



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Verkümmern wie ein nicht genutzter Muskel kann eine Begabung ohne Förderung. Begabungs- und Begabtenförderung ist deshalb wichtig – für Hochbegabte und durchschnittlich Intelligente. Dass sich durch intensive Förderung im Kindesalter die Intelligenzentwicklung steigern lässt, zeigte 1988 das Milwaukee Project der University of Wisconsin mit vierzig Kindern, deren Mütter einen IQ von höchstens 80 hatten. Promovierte Pädagogen oder Psychologen betreuten die Hälfte der Kinder nach der Geburt, spielten mit ihnen und lasen ihnen vor. Nach dem sechsten Lebensjahr endete die Förderung. In diesem Alter hatten die geförderten Kinder einen überdurchschnittlichen IQ von 120, während die Kinder aus der Kontrollgruppe mit einem IQ von 87 durchschnittlich intelligent waren. Acht Jahre später hatten die Kinder aus der Behandlungsgruppe noch einen IQ von 101, die aus der Kontrollgruppe von 91. Eine konstante Förderung ist also entscheidend. Besonders für Hochbegabte gibt es viele Ansätze. Neben individueller Förderung durch die Eltern unterstützen spezialisierte Schulen, Verbände und andere Einrichtungen die Entwicklung Hochbegabter. Einige Bundesländer haben Schulen eingerichtet, die häufig als Internat ausgelegt sind: etwa das Landesgymnasium für Hochbegabte Schwäbisch-Gmünd in Baden-Württemberg oder das Landesgymnasium Sankt Afra in Sachsen. Privatschulen mit dem Schwerpunkt Hochbegabtenförderung sind beispielsweise die Schulen des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland oder das Internatsgymnasium Schloss Torgelow. Doch auch in normalen Schulen können besonders begabte Schülerinnen und Schüler gefördert werden. Ein individueller Lehrplan gibt den Kindern die benötigten Anregungen im Unterricht. Zunächst muss allerdings die Hochbegabung überhaupt erst erkannt werden. Dafür sind vor allem Grundschullehrer gefordert. Laut empirischer Untersuchungen haben etwa 20 bis 30 Prozent der Grundschulkinder eine sehr gute bis überdurchschnittliche Begabung.